Bedeutung des Fahrradverkehrs nimmt zu

ADFC informiert

10.08.21 –

PRESSEMITTEILUNG

Die hohe Zahl an Fahrraddiebstählen Nienburgs war unter anderem Thema eines Gespräches von Vertretern des ADFC und der Bundestagsabgeordneten Katja Keul, sowie Helge Limburg, Abgeordneter im Niedersächsischen Landtag. Im Bericht der Landespolizei ist Nienburg nach einem zweiten Platz im vergangenen Jahr nun an die erste Stelle bei den Entwendungen von Fahrrädern, bezogen auf 100.000 Einwohner, aufgestiegen. Einen Schwerpunkt der Diebstähle sehen Ralf Schwittling und Berthold Vahlsing vom ADFC bei den Abstellanlagen am Bahnhof. Mehrfach wurde hier Entwendungen beklagt. Nach Ansicht des ADFC reichen die bestehenden Anlagen für teure Fahrräder und Pedelecs nicht mehr aus. „Sammelanlagen sind für Dreitausend-Euro-Fahrräder nicht geeignet“, so Vahlsing. Es bestehe Handlungsbedarf, den man der Stadt bereits vor einiger Zeit mitgeteilt habe. Einig war man sich, dass sichere Abstellanlagen für Pedelecs noch weitere Bahnpendler zur Anfahrt mit dem Rad motivieren könnten. Fahrradboxen oder auch ein Fahrradparkhaus seien hier mögliche Optionen.

Derzeit gäbe es eine ganze Anzahl von Fördermöglichkeiten für den Fahrradverkehr, berichtet Vahlsing weiter. Leider fehle es den Verwaltungen aber häufig an ausreichend Personal, das sich mit den Fördertöpfen befassen könne. Auch hier war man übereinstimmender Meinung, dass das Thema Fahrrad in den Verwaltungen einen deutlicheren Stellenwert bekommen müsse.

Als weiteres Thema informierte der Verein über die Radweglücken im Radwegenetz des Landkreises. Die Radwege an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen seien wichtige Elemente für die Fahrradinfrastruktur und damit unterstützende Glieder der Verkehrswende. An Bundes- und Kreisstraßen gäbe es weniger Probleme, dafür an den Landestraßen. Wichtige Verbindungen fehlten, so der ADFC. Als Beispiele wurden u.a. die Verbindung von Husum nach Rehburg, von Liebenau nach Reese (Richtung Steyerberg) und von Hoyerhagen nach Sellingsloh (Bruchhausen-Vilsen) benannt. Hier gäbe es deutlichen Nachholdarf. Seit 2010 sei kein Radweg an Landesstraßen vom Land mehr gebaut worden. Zudem würden nicht so finanzstrake Kommunen benachteiligt, weil sie die Wege mitfinanzieren müssten. Hier eine Änderung herbeizuführen, sei sicher eine Aufgabe in der nächsten Legislaturperiode.

Ferner wurde gesprochen über die Probleme des Fahrradverkehrs in Ortschaften mit starkem Durchgangsverkehr und über die Notwendigkeit von Verbesserungen am Weserradweg.

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