Girls` Day 2013

Wie jedes Jahr gab es auch 2013 einen Girlsday in Niedersachsen, den wir drei Schülerinnen (Kristin Bückers, Neeltje Lohmeier und Svenja Stawarz) im Büro der Bundestagsabgeordneten Katja Keul verbringen durften.

Im Laufe des Tages haben wir verschiedene Interviews mit vier wichtigen Frauen aus der Stadt Nienburg geführt, in denen es um das Thema Gleichberechtigung von Männern und Frauen ging. Auf den folgenden Seiten möchten wir unsere Interviewpartnerinnen vorstellen und ihre jeweilige Meinungen präsentieren:

Interview mit Frau Kramer:

Als erstes musste geklärt werden, was eine Sachgebietsleiterin des Kulturbüros überhaupt ist und was für Aufgaben man in diesem Berufsbild hat. Dabei stellte sich heraus, dass dieser Beruf sehr vielseitig ist, so kümmert sich Frau Kramer beispielsweise um Grußworte und Nachrufe für Menschen die ein hohes Alter erreicht haben oder verstorben sind, außerdem pflegt sie die Städtepartnerschaften Nienburgs mit Internationalen Orten wie z.B. Neu Mexiko, Weißrussland, Belgien oder Polen; sie koordiniert die Repräsentation Nienburgs. Frau Kramer organisiert noch dazu Empfänge (mit dem Goldenen Buch etc.) von verschieden Gästen (international wie national), betreut diese Gäste und strukturiert ihren Besuch.

Auf die zweite Frage, ob sie in ihrem eigenen Leben Ungleichberechtigt von Frauen gegenüber Männern wahrnimmt, antwortet sie, dass sie selbst keine Einschränkungen durch Ungleichberechtigung in ihrem Leben wahrnimmt. Es sei ihr aber auch bewusst, dass sie in ihrem Beruf durch Routine, die meistens positiv gestimmten Menschen und ihre eigene Bekanntschaft in Nienburg mehr Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein habe. Allerdings, käme es in ihrem Beruf auch hauptsächlich auf die persönliche Qualifikation und Leistung an. Sie habe eine 2 jährige Ausbildung zur Verwaltungsangestellten hinter sich, nach der sie eigentlich im Architekturbüro ihres Mannes als Sekretärin arbeiten wollte. Doch ihr Lektor habe ihr gesagt „Stell dich auf deine eigenen zwei Füße“ wodurch sie doch noch die zweite Verwaltungsprüfung hinter sich gebracht habe. Was im Endeffekt zu ihrem jetzigen Erfolg geführt hat.

Deswegen sind ihre Ideen für Änderungsvorschläge der geringen Frauenquote in vielen Berufen, auch mit dem Thema eigene Leistung verbunden. Sie meint „Man sollte Frauen Mut machen, sich selbst weiter zu qualifizieren“, so dass Frauen mehr Möglichkeiten hätten. Sowohl im Bereich der Kinderbetreuung während eines Bildungsurlaubs oder auch während der Arbeitszeit. Frau Kramer sprach sich zwar nicht direkt gegen eine bestimmt Frauenquote aus, äußerte allerdings den Kontrapunkt, dass bei einer festgelegten Frauenquote einige Frauen in Berufsfelder gedrängt werden würde, die sie gar nicht ansprächen.

Sie persönlich sei sehr zufrieden mit ihrem Beruf und ihrem Berufsklima hinsichtlich der Gleichberechtigung von Frauen und Männern, ihre Arbeit sei sehr individuell und abwechslungsreich. Anderen Frauen sollte es genauso gehen, sie müssten sich auch selbst selbstbewusster, offener und selbstständiger präsentieren und ihre wirklichen Berufswünsche nicht von einem Mann abhängig machen, so Cornelia Kramer.

Interview mit Frau Flora Auf dem Berge

Journalistinnen: „Was machen sie genau?“

Frau Auf dem Berge: „Als Gleichstellungsbeauftragte versuche ich, Gerechtigkeit zwischen Männer und Frauen zu schaffen. Außerdem kontrolliere ich die Verwaltung, und setze mich gegen die Gewalt in der Ehe und Ungleichberechtigung im Haushalt ein.“

Journalistinnen: „Wie, glauben Sie, kann die Ungleichberechtigung im Haushalt gegenüber Frauen geändert werden?“

Frau Auf dem Berge: „Ich finde das die Männer und Frauen beide für Ernährung der Familie sorgen  und sich den Haushalt und die Kindererziehung teilen sollten.“

Journalistinnen: „Wann, glauben Sie, ist dieses Problem aufgetaucht?“

Frau Auf dem Berge: „Das Problem gibt es schon seit dem 19. Jahrhundert. Eine erste Verbesserung trat mit dem Wahlrecht der Frauen ein, aber das Problem ist leider immer noch vorhanden.“

Journalistinnen: „Wie sind sie zu Ihrem Beruf gekommen?“

Frau Auf dem Berge: „Als erstes habe ich in Mainz Sozialwissenschaften studiert und später im Jahr 1991 wurde in Nienburg die Stelle als Gleichstellungsbeauftragte frei. Da ich in Nienburg zur Schule gegangen bin, habe ich mich sehr für diese Stelle interessiert. 1992 wurde ich dann als Gleichstellungsbeauftragte eingestellt.“

„Ich alleine, als Gleichstellungsbeauftragte kann nicht für Gleichberechtigung sorgen. Ich werde mich trotz allem weiter für dieses wichtige Thema einsetzen!!!
Damit wir dieses Ziel erreichen können brauchen wir die Hilfe von allen.

 

Interview mit Frau Sabrina Wirth

Was genau macht eigentlich die Gewerkschaft IG Metall genau?“
„IG Metall ist zuständig für Metall, Handwerk, Textil, Holz und Kunststoff Firmen. Dort versuchen wir für die Menschen bessere Löhne, Altersteilzeiten oder weiniger Belastung zu schaffen.“

 Was machen sie genau in ihrem Beruf?“
„Ich arbeite sehr viel mit Betriebsräten und mit Jugend- und Auszubildendenvertretungen.“

 Was denken Sie warum nicht so vielen Frauen bei der IG Metall arbeiten?“
„In der Metallindustrie arbeiten wesentlich mehr Männer als Frauen. Das spiegelt sich in der Gewerkschaft wider. Wir tun viel, um Frauen zur Mitgiedschaft und Arbeit in der IG Metall zu ermutigen. Für einen Job hier braucht man viel persönliches Engagement, es ist viel Arbeit.

 Wo sehen Sie die Chancen ungleich verteilt?“
„Ich denke, dass die größte Ungleichheit der Chancen zu Lasten der Frauen in den traditionellen Männerberufen vorhanden ist, wie z.B. bei handwerklichen Berufen.“

 Wie sehen die Chancen von Jugendlichen bei der IG Metall an?“
„Die Chancen bei der IG Metall sind gut und wir haben auch immer Bedarf an Jugendlichen.“

„Wie finden sie ihren Job?“
„Meine Arbeit ist sehr abwechslungsreich wir haben mit vielen verschiedenen Themen zu tun wie z.B. bei Verbesserung der Arbeitnehmerrechte, gegen Entlassungen oder bei Demonstrationen.“

 

Telefonisches Interview mit Katja Keul

1) Was halten sie von dem Thema Gleichberechtigung für Männer und Frauen?

Natürlich bin ich für Gleichberechtigung von Männern und Frauen. Trotzdem stimme ich auch für eine festgelegte Frauenquote, da wir in den letzten Jahrzehnten gesehen haben, dass trotz der inzwischen besseren Schulabschlüsse von jungen Frauen im Vergleich zu jungen Männern noch immer eine Einkommensungleichheit herrscht. Die höchsten Posten in vielen Arbeitsbereichen sind  immer noch großteils von Männern besetzt.

 

2) Erleben sie in ihrem eigenen Alltag oft Ungleichheit von Männern und Frauen?

Bei mir selbst kann ich eine Ungleichheit nicht feststellen. Im Gegenteil sogar, nachdem ich meine Kinder zur Welt gebracht hatte, blieb mein Mann zuhause und verzichtete auf eine Erwerbstätigkeit. Es wäre vermutlich besser, wenn jedes Elternteil eines Kindes in dessen Kindheit weniger arbeiten könnte.

 

3) Was gefällt ihnen an ihrem Beruf und was nicht?

An meinem Beruf gefällt mir, dass ich Kontakt zu vielen Menschen habe, noch dazu ist es sehr interessant im Zentrum der Deutschen Politik zu arbeiten. Man bekommt viele Dinge live mit, die andere nur im Fernsehen sehen können. Es gibt allerdings auch einige Dinge die meine Arbeit manchmal etwas unangenehm machen, man ist zum Beispiel dauernd in Hektik und muss viel Papierkram erledigen.

 

4) Wie sind sie zu diesem Beruf gekommen?

Viele fragen sich ob Politik überhaupt ein richtiger Beruf ist, mein eigentlicher Beruf ist Rechtsanwältin. Deswegen versuche ich mich sowohl in meiner politischen Karriere als auch früher als Rechtsanwältin für Gerechtigkeit und faire Gesetzte einzusetzen.

 

5) Haben sie eine Idee für die Behebung der Ungleichheit zwischen Männern und Frauen?

Außer der festgelegten Frauenquote, würde es eventuell helfen wenn junge Männer und Frauen einfach offener wäre und sich Männer auch mal im Bereich der Jugend und Kinderpflege (etc.) und Frauen im wirtschaftlichen Bereich einsetzten würden. Eine Maßnahme, die der Staat ergreifen kann, ist eine Frauenquote festzusetzten.

 

Unsere Meinung

Kristin Bückers (15):

"Natürlich bin ich für Gleichberechtigung. Ich denke, dass dieses Thema in Deutschland schon sehr weit ausgeprägt ist, im Gegensatz zu anderen Ländern. Aber ich denke, man könnte es noch mehr fördern z.B. im Sport den Frauenfußball."

 Svenja Stawarz (15):

"Ich bin dafür das es mehr Gleichberechtigung geben sollte, zwar ist Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern in diesem Thema schon sehr viel fortgeschrittender. Dennoch sehe ich immer noch Verbesserungsmöglichkeiten, was die Gleichberechtigung in gewissen Bereichen wie zum Beispiel Arbeit oder Sport angeht. Vielleicht ist die Idee mit der Frauenquote darum gar nicht so schlecht, allerdings finde ich auch, dass sich jede Frau selbst für ihre eigene Gleichberechtigung einsetzten sollte, um ein gewisses Selbstbewusstsein und -vertrauen zu bekommen."

Neeltje Lohmeier (11):

"Heute habe ich, wenn ich ehrlich bin, zum ersten Mal über das Thema Gleichberechtigung nachgedacht. Aber, ich würde es besser finden, wenn Männer in den Familien viel mehr im Haushalt tun würden und dafür viel mehr Frauen arbeiten könnten, und genauso viel verdienen würden wie Männer! Mann und Frau könnten also Hälfte, Hälfte arbeiten!"

Drei Schülerinnen von drei verschiedenen Schulen aus Nienburg und Stadthagen. Wir waren gespannt, ob es da klappt, in sehr kurzer Zeit ein Konzept für eine Homepageseite zu erstellen und selbständig umzusetzen...

Großes Lob an Kristin Bückers, Neeltje Lohmeier und Svenja Stawarz für die tolle Teamarbeit sagen die Regionalbüro-MitarbeiterInnen von Katja Keul.

Anschriften:

Katja Keul MdB

Wallstraße 2a

31582 Nienburg

Telefon: 05021-9229255

Telefax: 05021-9229256

katja.keul.wk@remove-this.bundestag.de

Katja Keul MdB

Obernstraße 20

31655 Stadthagen

Telefon: 05721-890 1978

Telefax: 05721-890 1977

katja.keul.wk@remove-this.bundestag.de

MitarbeiterInnen im Regionalbüro:

Biodiversität 2020

In meiner Niedersächsischen Heimat habe ich vor der Haustür erlebt, was Vernichtung von Artenvielfalt durch Torfabbau, Trockenlegung letzter Moorlandschaften und Verschmutzung von Flüssen wie bei uns der Weser bedeutet. Ich unterstütze aktiv die Bemühungen der NaturschützerInnen zum Erhalt unserer letzten Moore und gegen die geplanten erneuten Salzlaugeneinleitungen in die Weser.Wer es zu Hause mit dem Erhalt der Artenvielfalt nicht so Ernst nimmt, dem werden Fensterreden auf internationalen Konferenzen nicht abgenommen. Es macht mich wütend, dass unser Land zum Beispiel an Indonesien, das die höchste Artendiversität der Welt aufweist, mehr Müll als Know-How und Hilfe in Sachen Naturschutz liefert.

Grüne Niedersachsen

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